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Die Faser und ihre Gewinnung

Dieses große Rind verfügt über ein dichtes raues Fell, das es ihm ermöglicht, in den eisigen Temperaturen auf den Höhen im Tibet zu überleben.  Das Fell besteht aus langem groben Haar mit einer darunter liegenden Schicht dichten Flaums. Die Färbung variiert zwischen schwarz und dunkelbraun mit helleren, manchmal fast weißen Schattierungen um das Maul herum.  Die in hoch liegenden Gebieten lebenden Tiere entwickeln ein dichtes und langes Fell, das oft bis auf den Boden reicht.

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In jedem Frühjahr wird das dichte Fell der Yaks sorgfältig gekämmt, um die Faser einzusammeln, und dann gestutzt. Es wird nur das Fell am Bauch und am unteren Teil des Tiers gekämmt, Hals, Rücken und der gesamte obere Teil werden nicht berücksichtigt.  Jedes Tier produziert jährlich etwa 100 g verkaufbare Faser, was die einzige, etwas Geld einbringende  Quelle einer Nomadenfamilie darstellt. Die Faser wird in große Säcke gegeben und dann zu den Sammelstellen geschickt, wo sie verkauft wird und somit in den Produktionszyklus kommt, der dann das Verspinnen zu  Garn ermöglicht.

Die erste Phase ist das Sortieren, wodurch die groben Haare von Hand entfernt werden und das Material nach Farbe und Feinheit geordnet wird.  Es handelt sich hier um eine langsame, von qualifiziertem Personal ausgeführte Arbeit, die eine Ausbeute von 10 kg sortierter Faser pro Tag garantiert.

Nachdem die Faser nach Farben klassifiziert ist, ca. 60% dunkelbraun,  30% hellbraun und lediglich 10% weiß, wird die Faser zur Entfernung der restlichen Erde geklopft und dann gewaschen.

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Danach muss das feine und weiche Unterhaar vom rauen Oberhaar getrennt werden. Dieses Verfahren ist das gleiche wie bei der Kaschmirfaser, d.h. die Trennung erfolgt mit Hilfe von Maschinen, die aufgrund des Gewichtsunterschieds die groben (schwereren) Fasern von den feinen (leichteren) Fasern   trennen.

Die in der Industrie zum Einsatz kommende, aussortierte Faser hat im Fall von erwachsenen Tieren eine Länge von etwa 32-34 mm und eine Feinheit von 17 bis 18,5 Mikron, bei Tieren in den ersten beiden Lebensjahren kann die Feinheit zwischen 16 und 17 Mikron liegen und die Faser wird als “SuperYak” oder “Baby Yak” klassifiziert.

Das Primat der von Yaks kommenden Fasergewinnung hat die Qinghai-Provinz mit ihren jährlich produzierten 500 Tonnen, während die Gesamtmenge bei ungefähr  1000-1200 Tonnen liegt.


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