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Bei der Seidenraupenzucht wird das Reproduktionsverfahren im Stadium der Puppe unterbrochen, da der Falter beim Ausschlüpfen aus dem Kokon Risse verursacht, die den Handelswert der Seide herabsetzen, folglich wird ein Großteil der Raupen getötet.
Die Kokons werden in kochendes Wasser gegeben oder im Ofen getrocknet. Nur die für die Reproduktion notwendige Anzahl Falter wird zu Schmetterlingen.
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Das Gewinnen des Seidenfadens ist ein sehr delikates Verfahren, das technisch mit “Trattura” bezeichnet wird, und beginnt mit dem Trocknen der Kokons, gefolgt von sorgfältigem Sortieren und Klassifizieren, um ein gleichförmiges Garn zu erhalten.
Die Kokons unterschiedlicher Art (normale und doppelte) werden getrennt, bevor mit der Arbeit begonnen wird, und werden dann getrennt behandelt, um die Gleichförmigkeit des Fadens zu sichern.
Die nachfolgenden Arbeitsgänge bestehen aus den Entfernen der äußeren Umhüllung, dem Entwirren der Fäden und dem Aufwickeln.
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Der Kokon ist mit einer lockeren Fasermasse, der so genannten Wattseide umhüllt, die entfernt werden muss, um den Seidenfaden entwirren zu können, nachdem man den Fadenanfang gefunden hat. Die Kokons werden folglich mit kleinen Hirsebesen behandelt, um den Fadenanfang zum Vorschein kommen zu lassen.
Nachdem der Fadenanfang an der Haspel befestigt worden ist, werden die Kokons in kochendem Wasser gedreht (um die umhüllende gummiartige Schicht zu entfernen) und die Filamente von vier oder acht Kokons werden dann zusammen auf einer Haspel aufgewickelt.
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Das erhaltene Garn wird als Rohseide bezeichnet und besteht normalerweise aus 48 Einzelfäden.
Um ein widerstandfähiges Halbfabrikat zu erhalten, sind vier weitere Arbeitsgänge erforderlich: Spulen, Umhaspeln, Fachen und Zwirnen.
Die Stränge werden auf einer Spulmaschine abgespult, wodurch das Garn von den Strängen auf Spulen übertragen wird.
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Beim Umhaspeln hingegen wird das Garn von einer Spule auf die andere umgespult und dabei durch einen feinen Schlitz geführt, der dazu dient, das Garn von eventuell vorhandenen Knoten zu säubern und Gewirr zu entfernen.
Beim Fachen werden mehrere Garnfäden miteinander verbunden; dieser Arbeitsgang gibt dem Garn eine größere Widerstandsfähigkeit und das gefachte Garn kommt dann beim Zwirnen zum Einsatz.
Beim Zwirnen drehen sich die Spulen schnell in vertikaler Richtung, während die Haspel sich langsam horizontal dreht, wodurch eine Drallung entsteht.
Je nach der Art des Zwirnens erhält man unterschiedliche Garnarten: Organzino, Krepp usw.
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