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Wie entsteht die Seide
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Die bekannteste Seidenraupe ist der Seidenspinner, die Larve des Nachtfalters Bombyx mori, ein ursprünglich aus China kommender Schmetterling; nur dieser ist in der Lage, den wertvollen, aus nur einem fortlaufenden Seidenfaden bestehenden Kokon zu spinnen.
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Das zur Seidenproduktion bestimmte Organ besteht aus zwei länglichen Spinndrüsen, die sich symmetrisch auf den Seiten des Körpers befinden. Am Ende der beiden kleinen Kanäle, dort wo diese sich zur Bildung des Spinnorgans zusammenkommen, befinden sich zwei winzig kleine Speicheldrüsen, auch De Filippi genannt, die Mucoidin produzieren, eine in Fadenform ausgeschiedene klare und schleimige Flüssigkeit. Durch ein kontinuierliches Bewegen des Kopfes erleichtert die Raupe das Austreten der flüssigen Seide, die sich erhärtet, wenn sie mit der Luft reagiert, und folglich zwei nebeneinander liegende, durch Serizin miteinander verklebte Fibroinfäden bildet.
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Rohseide und entbastete Seide
Der Rohseidefaden besteht im Durchschnitt zu 74% aus Fibroin und zu 23% aus Serizin, der Rest sind Farbstoffe. Das Serizin, das die Seide matt und rau macht, löst sich in warmen Seifenlösungen vollständig auf. Die Seide, bei der das Serizin nicht entfernt wurde, wird als Rohseide bezeichnet; sie ist matt, rau und ziemlich steif, mit weißer oder goldgelber Färbung. Wenn man die Rohseide in einem Waschvorgang auskocht, erhält man die gekochte oder entbastete Seide, die weich und glatt ist und eine glänzend weiße Farbe hat.
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Erschwerte Seide
Da das Entbasten der Seide aufgrund des verloren gehenden Serizins (ca. 25%) eine merkliche Gewichtsreduzierung zur Folge hat und um den dadurch entstehenden wirtschaftlichen Schaden auszugleichen oder zu reduzieren, wird die Seide mit Metallsalzlösungen behandelt. Die Metallsalze heften sich an die Fasern und steigern deren Gewicht. Dieses Erschweren der Seide kann mehrmals wiederholt werden bis das ursprüngliche Gewicht wieder erreicht (Erschweren bis zum Gewichtsausgleich) oder überschritten wird. Im letzteren Fall vermindert sich die Verschleißfestigkeit der Faser ziemlich.
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