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Die Seide ist ein sehr wertvoller Textilfaden, der aus der Sekretion der Larve des Seidenspinners, der Seidenraupe, entsteht.
Die bekannteste Seidenraupe ist der Seidenspinner oder Maulbeerspinner, die Larve des Nachtfalters Bombyx mori, der der Ordnung der Schmetterlinge und der Familie der Echten Spinner angehört.
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Der Lebenszyklus
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Der komplette Lebenszyklus des Insekts beträt zirka 45 – 50 Tage und durchläuft folgende Stadien: Ausschlüpfen aus dem Ei, Wachsen der Larve über fünf Stadien, Spinnen des Kokons, Ausschlüpfen des Schmetterlings, Paarung und Legen der Eier.
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Die Seidenraupe erscheint im Laufe eines Jahres in vier verschiedenen Formen:
• Embryo oder Ei, von Mai bis April des nachfolgenden Jahres
• Larve oder Raupe, für ca. 30 Tage
• Puppe, für ca. 15 Tage
• Schmetterling, für ca. 10 Tage
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Das Embryo oder Ei
Während der Winterzeit, wenn der Maulbeerbaum sich in der vegetativen Ruhephase befindet, ist das Embryo der Seidenraupe im Ei in einem als “Diapause” bezeichneten Winterschlafsstadium.
Die Eier öffnen sich im Frühjahr, wenn der Maulbeerbaum beginnt Blätter zu bekommen, die geeignet sind, den neugeborenen Larven Nahrung zu geben, d.h. Ende April / Anfang Mai.
In dieser Phase werden die Eier weiß und die ca. 3 mm langen Larven schlüpfen aus.
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Die Larve oder Raupe
Wenn sich die Eier öffnen, werden die kleinen Raupen vom Züchter auf mit Maulbeerbaumblättern belegte, horizontale Gitterstrukturen gelegt; die ca. 0,5 cm langen, kleinen und dunkelfarbigen Larven bekommen nach etwa 10 Tagen eine weißliche Färbung.
Nicht alle Eier bilden einen Kokon: durchschnittlich 10% gehen durch ein Absterben des Embryo oder der Larve verloren.
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Die Larven sind unersättlich und ernähren sich gefräßig von den Blättern des weißen Maulbeerbaums “Morus alba”. Um 28 g Raupen zu ernähren bedarf es 1000 kg Blätter.
Die Entwicklung ist enorm: Die Raupe nimmt 40-mal in der Länge und 8000-mal im Gewicht zu.
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Während der Entwicklung wechselt die Larve viermal ihre Haut und jeder Wechsel entspricht einer Häutung. Die Häutungen finden etwa am 5°, 9°, 14°, 21° Tag nach dem Ausschlüpfen statt und unterteilen das Larvenstadium in fünf Stadien.
Während der Häutung ernährt sich die Raupe nicht und atmet nur mit Schwierigkeit, in den Zwischenstadien hingegen frisst sie Tag und Nacht.
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Nach 6 Wochen ist die Raupe voll entwickelt und beginnt mit der Kokonherstellung: anfänglich klebt sie ein paar Spinnfäden an die Zweige, die die äußere Umhüllung bilden, um dann durch ein Bewegen des Kopfes in die verschiedenen Richtungen den Faden zu verspinnen, hierbei produziert sie eine sich spiralförmig verklebende, fadenförmige Sekretion.
In dieser 3-4 Tage dauernden Phase ernährt sich die Raupe nicht mehr und verliert an Gewicht und Volumen.
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Die Puppe
Wenn der Kokon fertig ist, verpuppt sich die Larve und verwandelt sich in ein unbewegliches, lederartiges Insekt von dunkelbrauner Färbung, eben die Puppe. Nach etwa zwei Wochen verwandelt sich die Puppe in einen Schmetterling und öffnet sich, dank einer kleinen Drüse, die eine spezielle Flüssigkeit von sich gibt, einen Weg durch Gespinst des Kokons. Der Schmetterling paart sich und ruft somit einen neuen Lebenszyklus ins Leben.
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Der Schmetterling
Der erwachsene Falter hat normalerweise eine gelbe oder gelb-weiße Färbung und einen gedrungene und haarigen Körper.
Im Laufe seines kurzen Lebens (10 Tage) nimmt er keine Nahrung zu sich und stirbt sofort nachdem er die Eier abgelegt hat, deren Farbe zunächst gelb ist und die er auf der Ablagefläche durch eine von ihm selbst produzierte gummiartige Substanz sichert.
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Üblicherweise legt ein Falter 300 bis 500 Eier, die befruchteten Eier werden kurz danach bräunlich und öffnen sich in einem Zeitraum von zehn Tagen. Die Eier sind winzig klein, haben eine ovale Form und braune Färbung. Es gibt bestimmte Institute, die die Eier sammeln, aufbewahren und auf Gazerähmchen an die Züchter liefern. 28 g entsprechen ca. 55000 Eiern und ergeben ca.70 kg Kokons.
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