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Das Fell des baktrianischen Kamels wächst hauptsächlich am Kopf, am Hals, auf den Schultern, am Bauch und an den Höckern; seine Farbe kann zwischen hellbeige und dunkelbraun variieren. Die Menge und Qualität des Haares hängt vom Habitat des Tieres ab.
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Das Kamel hat wie die Hircus-Ziege, die so genannte Kaschmirziege, ein gewöhnliches Oberhaar und ein feines Unterhaar.
Das von den in heißen und milderen Zonen lebenden Tieren kommende flauschige Unterhaar (Duvet) ist etwas gröber als das von Tieren, die in kalten Zonen leben, deren Unterhaar feiner und dichter ist.
Die beste Faser kommt aus der Inneren Mongolei, der selbstständigen Provinz der Volksrepublik China.
Speziell die wüstenartige Gegend von Alashan mit ihren äußerst strengen Wintern liefert Kamelhaar bester Qualität was die Feinheit und Weichheit betrifft.
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Das Oberhaar ist grob und wird mit seiner Feinheit zwischen 20 und 120 Mikron und einer Länge von um 38 mm nicht in der Industrie verarbeitet. Das Unterhaar der erwachsenen Tiere hingegen hat Feinheiten zwischen 19 und 22 Mikron und eine maximale Länge von 34 mm.
Wenn eine sorgfältige Sortierung erfolgt, erreicht man manchmal Feinheiten von unter 17,5 Mikron; in Ausnahmefällen können 16,5 Mikron erreicht werden, was der Feinheit des iranischen Kaschmirs entspricht.
Dies ist die Faser, die man von den jungen Tieren in ihren ersten Lebensjahren erhält und die als “Baby Kamelhaar” bezeichnet wird.
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Die Faser wird im Frühjahr gewonnen, wenn das Kamel sein Fell verliert. Das Kamel verliert sein Fell nicht alles auf einmal, zuerst verliert es das Fell an den Schultern, dann am Hals und zuletzt am Bauch. Dieser Prozess nimmt einen Zeitraum von ca. 6/7 Wochen in Anspruch und beginnt im späten Frühjahr. Das Fell der Höcker wird nicht benutzt, da das Kamel ohne dieses mehr den Krankheiten ausgesetzt sein würde. Das Haar wird je nach den verschiedenen Lagen der Zucht auf verschiedene Art gewonnen, durch Kämmen, Scheren oder einfach durch Einsammeln im Moment, in dem sich das Fell von alleine löst.
Das Kamel produziert ca. 2,5 kg Kamelhaar pro Jahr, was nach der Reinigung und dem Sortieren etwa 1 kg entspricht.
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Einzelheiten in Bezug auf die produzierten Kamelhaarmengen gibt es praktisch nicht und die wenigen zur Verfügung stehenden Daten sind nicht zuverlässig. Die einzige voraussichtlich zuverlässige Angabe geht auf 1987 zurück, als die Volksrepublik China eine Gesamtjahresproduktion von 1800 Tonnen angab, von denen über 56% aus der Inneren Mongolei kam. Weitere Zucht- und Produktionsgebiete sind die Provinzen von Xinjiang, Gansu, Qinghai und Ningxia. Kleine Mengen Kamelhaar kommen auch aus Afghanistan und Iran, dessen Qualität jedoch zweifellos geringer ist.
Die Wolle dieses Tiers ist sehr wertvoll und hat interessante thermische Eigenschaften, die sie zur Herstellung von Kleidung sehr geeignet machen.
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Nur die wertvollere Faser aus besonderen Gebieten wird zur Herstellung von Strickwaren benutzt; um die Kosten im Rahmen zu halten, kommen zum Weben die qualitätsmäßig weniger wertvollen Fasern zum Einsatz.
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